Fragen und Antworten

Quelle Rosenbogen, Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V.

Was kann ich gegen Blattkrankheiten spritzen?

Antwort: Wir empfehlen, gar nichts zu spritzen! Wenn Sie ein für Gärten erlaubtes Pflanzenschutzmittel benutzen wollten und weder Kleinkinder noch Gemüse im Garten haben, müssten Sie das Mittel alle acht bis zehn Tage einsetzen, aber nicht bei Regen, nicht bei vol­ler Sonne, nicht bei Wind.

Besser ist es, die Rosen nicht zu dicht zwischen Stauden und Gehölze zu pflanzen und regelmässig im Frühjahr zu schneiden. Pflanzen Sie weniger anfällige Sorten, zum Beispiel ADR-Sorten. In den Katalogen der grossen Rosenschulen ist bei jeder Rose ein Symbol für die An­fälligkeit bei Mehltau und Sternrusstau abgebildet, das hilft Ihnen beim Kauf.

 

Wie und wann muss ich düngen?

Antwort: Die beste Zeit zum Düngen ist Ende April, wenn die Rosen nach dem Winter abgehäufelt und ge­schnitten sind. Sie können jeden Rosendünger nehmen, am besten eine organisch-mineralische Mischung.

Düngen Sie nicht nach dem Prinzip: „Viel hilft viel." Zu viel Stickstoffdünger macht die Rosen mastig im Laub, bringt weniger Blüten und dafür mehr Anfällig­keit für Pilzkrankheiten.

Auf leichten Böden können Sie im Juni nach der ers­ten Blüte nochmals nach düngen, aber nicht mehr nach Anfang Juli. Auf schweren Böden reicht eine einmalige Düngergabe im Frühjahr.

 

Wann müssen Rosen geschnitten werden?

Antwort: Nicht im Herbst, sondern im Frühjahr, wenn die Forsythien blühen.

Rosen, die nicht bis zum Herbst blühen, sondern drei bis sechs Wochen im Sommer, schneidet man direkt nach der Blüte.

 

Wie müssen Rosen geschnitten werden?

Antwort: Schneiden Sie alles trockene, kranke Holz heraus, dies gilt für alle Rosen. Im Übrigen hängt der Schnitt von der jeweiligen Rosengruppe ab, es gibt kei­nen Einheitsschnitt, der zu jeder Rose passen würde.

Besuchen Sie am besten einen Schnittkurs der Rosenfreund Spiez / Berner Oberland am Freitag, 09. März 2018, 13.30 Uhr im Roselier des Schlosses Spiez.

 

E-Mail: mabischoff@hispeed.ch

Internet: Regionale Rosengruppe Spiez / Berner Oberland

Literatur Tipp:

Taschenatlas „Rosen schneiden" von Heiko Hüb­scher

Verlag Ulmer, ISBN 978-3-8001-5742-0.

 

Wann ist die beste Pflanzzeit für Rosen?

Antwort: Für wurzelnackte Rosen ist die beste Pflanzzeit der Spätherbst, von Mitte Oktober bis zu stärkerem Frost. Dann können die neuen Rosen noch im Herbst und in wärmeren Perioden im Winter Feinwurzeln bil­den, dadurch wachsen sie im Frühjahr schneller.

Sie können auch im Frühjahr von März bis Ende April wurzelnackte Rosen pflanzen.

Rosen in Töpfen (Container-Rosen) können Sie von Mai bis Anfang Oktober in die Erde setzen.

Im Spätherbst gepflanzte wurzelnackte Rosen zeigen die besten Anwachsergebnisse.

 

Wenn ich eine alte Rose wegnehme, darf ich an dieser Stelle eine neue pflanzen?

Antwort: Wenn Sie können, sollten Sie die Erde austau­schen.

Heben Sie ein Pflanzloch von 50 x 50 x 50 Zentimetern aus und füllen Sie Erde ein, in der noch keine Rosen standen. Sie können zum Beispiel bei Ihrem Rasen eini­ge Soden an die Seite legen, die Erde darunter mit der alten Rosenerde austauschen, die Rasensoden wieder aufdrücken und angiessen.

Tauschen Sie die Erde nicht aus, kann Bodenmüdigkeit auftreten und den Wuchs der neuen Rosen schädigen.

 

Welche Rosensorten können Sie mir empfehlen?

Antwort: Welche Rosen suchen Sie?

Sollen es Beetrosen sein, Rosen für den Vasenschnitt, Strauchrosen, Kletterrosen? Oder Rosen für einen Kübel auf Balkon oder Terrasse?

Es kommt auch auf den Standort an, den Platz, wohin Sie die Rosen pflanzen wollen: Volle Sonne oder Halb­schatten, leichter Boden oder schwerer Boden.

 

Wie pflanze ich Rosen richtig?

Antwort: Wurzelnackte Rosen legen Sie 12 bis 24 Stun­den in einen Wasserkübel. Dabei sollen die Wurzeln bis über die Veredlungsstelle mit Wasser bedeckt sein. Die Veredlungsstelle ist der Knubbel zwischen Wurzeln und Trieben.

Topf-Rosen (Container-Rosen) stellen Sie solange in Wasser, bis der Ballen gut durchfeuchtet ist und keine Luftblasen mehr hoch steigen.

Das Pflanzloch sollte etwa doppelt so groß sein wie der Wurzelballen.

Halten Sie die Rose so in das Loch, dass die Veredlungs­stelle etwa fünf Zentimeter unter der Erdoberfläche sein wird.

 

Muss ich einmal blühende Rosen im Winter schüt­zen?

Antwort: Es kommt darauf an, welche einmal blühenden Rosen Sie haben. Einige vertragen auch sehr harte Win­ter, wie zum Beispiel bei den Historischen Rosen die Klassen der Gallicas und der Albarosen, auch Wildrosen und Wildrosenkreuzungen aus nördlichen Gegenden.

Auf der sicheren Seite sind Sie immer, wenn Sie Ihre Rosen mit Erde anhäufeln. Nur sehr selten erfrieren die von Erde bedeckten Teile der Rosen.

 

Lässt sich Bodenmüdigkeit verändern?

Antwort: Leider gibt es bisher kein Mittel gegen Boden­müdigkeit.

Wenn Sie an eine Stelle Rosen pflanzen wollen, an der vorher Rosen standen, sollten Sie die Erde am besten austauschen.

 

Welche Rose eignet sich als Kletterrose?

Antwort: Es kommt darauf an, wie hoch und wie breit eine Rose wachsen soll, wie gross und wie stabil die Be­festigung ist.

In den Katalogen der Rosenschulen und auf deren Inter­netseiten finden Sie Größenangaben.

 

Welcher Standort und welche Bodenbeschaffenheit sind für Historische Rosen günstig?

Antwort: Historische Rosen setzen sich aus unterschied­lichen Klassen zusammen und haben daher unterschied­liche Bedürfnisse.

Gallicarosen und Albarosen nehmen auch mit armen Böden vorlieb und sind recht winterhart. Albarosen ver­tragen dazu sehr gut Halbschatten.

Damaszenerrosen und Zentifolien verlangen etwas bes­seren Boden und mehr Sonne, ebenso Portlandrosen, Bourbonrosen und Noisetterosen.

Für Noisetterosen, Chinarosen und Teerosen sollte das Klima milder sein oder der Standort sehr geschützt.

 

Ist Wässern während des Winters nötig?

Antwort: Normalerweise sind unsere Winter feucht genug, sodass man nicht zu wässern braucht.

Haben Sie allerdings die Rose im Kübel, so darf dieser Kübel auch im Winter nicht austrocknen.

Die Rose sollte mit ihren Wurzeln aber auch nicht im Wasser stehen, es muss für einen guten Wasserabzug gesorgt sein.

Eilike Vemmer, Hartmut Brinkmann                                                     

                                                             Quelle Rosenbogen, Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V.